55e Grand Prix Automobile De Monaco 08.-11.05.1997



Der Grand Prix an der Cote d'Azur ist besonders reizvoll, da die ganze Stadt im Formel1-Fieber zu sein scheint. Außerdem kann man hier Dinge erleben, die man auf anderen Rennstrecken als normaler Fan nicht mitbekommt. Die Fahrer, die durch die Boxen gehen oder bei der technischen Abnahme der Fahrzeuge ist man hautnah dabei. Leider werden auch hier die Sicherheitszonen größer. Aber ein Besuch auf diesem letzten Stadtkurs für Formel 1 Rennwagen ist immer noch ein intensives motorsportliches Großereignis.





Blick in ein Formel-1 Cockpit. Die Arbeitsplätze der Fahrer werden genau auf deren körperliche Maße angepasst.

Nach dem neben Goodyear auch noch der Hersteller Bridgestone in die F-1 eingestiegen ist, entbrennt ein Reifenkrieg, der von allen beteiligten Mechanikern ein hohes Maß an Perfektion verlangt.





Beim Monaco-GP können die Zuschauer noch hautnah dabei sein, wenn die Boliden zum TÜV müssen. Das Reglement ist streng und demnach sind auch die Kontrollen sehr aufwendig. Auf den Prüfständen wird das ganze Auto vermessen.





Michael Schumacher auf Ferrari legte im Qualifikationstraining eine sehr schnelle Runde hin. Kurz vor Schluss konnte er aber noch von Heinz-Harald Frentzen geschlagen werden, der nur 13 Tausendstel Sekunden schneller war und sich damit die Pole-Position sicherte. Zum ersten Mal in der Geschichte der Formel-1 standen zwei Fahrer aus Deutschland in der ersten Startreihe.





Kurz vor dem Start zum fünften WM-Lauf, kündigte sich Regen an. Man fing an zu spekulieren. "Regnet es weiter oder wird es wieder trocken ?". Während Ferrari, Stewart, Jordan und ein paar andere Teams die richtige Wahl trafen, wurde in der Williams-Box das Rennen für die beiden Fahrer entschieden. Denn man beschloss, auf Slicks zu starten. Das Rennen war für somit nur von kurzer Dauer. Ähnliches spielte sich auch bei McLaren-Mercedes ab. Die beiden Piloten Hakkinen und Coulthard rammten sich gegenseitig und mussten zu Fuß zu den Boxen zurückkehren.





Heinz-Harald Frentzen scheint in diesem Jahr wohl das Pech an den Stiefeln zu kleben. Nach einem Saisonauftakt voller Pannen schaffte er es endlich, seine Schnelligkeit unter Beweis zu stellen. Doch der harte Kampf mit Michael Schumacher um die Pole-Position nützte nichts. Der Regen und die verkorkste Teamstrategie verhinderten einen Sieg des Williams-Piloten.





Michael Schumacher wurde in diesem Rennen seinem Ruf als Regenspezialist wieder einmal gerecht. Nach einem unangefochtenen Start-Ziel-Sieg hatte er 53 Sekunden Vorsprung vor dem überraschenden Zweitplazierten Rubens Barrichello, Stewart-Ford.
Alle anderen lagen schon eine Runde zurück. Mit diesem Sieg konnte er erneut zeigen, das mit Ferrari in diesem Jahr zu rechnen sein wird.





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