Auszug aus einem Artikel des amerikanischen Nachrichtensenders ABC-news :

Die Suche nach Leben auf
unserem roten Nachbarplaneten
Wenn
alles plangemäß verläuft wird am 4 Juli ein Raumschiff mit einer Geschwindigkeit von 27.000 Km/h in die dünne Atmosphäre des Mars eindringen und dann mit Hilfe von Fallschirmen und rückwärtsgerichteten Raketen auf die Bremsen steigen.
Der Pathfinder mit seinen empfindlichen Instrumenten an Bord wird so hart auf die Oberfläche des Mars stoßen, daß er zunächst so hoch wie ein vierstöckiges Haus abprallen wird bevor er auf dem staubigen Marsboden zu stehen kommt.






Die Frage nach Leben auf dem Mars ist Millionen wert.

Überall
auf der Welt warten Hunderte von Wissenschaftlern, organisiert im National Aeronautics and Space Administration Pathfinder Projekt, atemlos auf die Daten, die ihnen wesentlich mehr wert sind als die 171 Millionen Dollar, die in die Mission geflossen waren.
Die wichtigste Frage überhaupt ist, ob da oben gegenwärtig Leben ist oder jemals war. "Pathfinder alleine wird diese Frage nicht beantworten können", sagt Golombek, der Chefwissenschaftler des Projekts. Er glaubt zwar, daß Pathfinder viele neue Aufschlüsse ermöglicht, das Gerät sei aber nicht in der Lage, nach kleinen Fossilien zu suchen.
Solche waren aber in Meteoritengestein vom Mars entdeckt worden, welches Wissenschaftler in der Antarktik gefunden hatten. Der Fund bewog sie zu der Annahme, primitives Leben habe auf dem Roten Planenten existiert. Doch Pathfinder wird versuchen zu klären, ob die für solches Leben notwendigen Bedingungen überhaupt vorhanden waren.




Sonnenuntergang auf dem Mars


Wasser ist der Schlüssel

Der Rover
wird verschiedene Instrumente benutzen, um die unterschiedliche chemische Zusammensetzung der Felsblöcke in der Umgebung der Landungsstelle zu examinieren. Forscher hoffen Beweise zu finden, daß für lange Perioden Wasser auf dem Mars vorhanden war.
"Das ist nätürlich der entscheidende Aspekt für die Frage, ob Leben überhaupt hat beginnen können", so Golombek. "Wasser ist für jede Form des Lebens absolut entscheidend". Wasser existiert auch heute auf dem Mars, entweder in Form von Dampf oder unterirdischen Eises.
Viele Wissenschaftler glauben, daß der Planet in seinen frühen Tagen - sagen wir vor 3.5 Milliarden Jahren - viel wärmer war und daß sich überall Wasser befand. Die Frage nach Leben bleibt dennoch, da Wasser in flüssiger Form für zumindest kurze zusammenhängende Zeitabschnitte vorhanden sein muß, damit sich Leben entwickeln kann. Was diese kurzen Perioden angeht gibt es keine Zweifel mehr.
Pathfinder wird im Ares Vallis landen. Dieses Gebiet wurde mit einem Mal von einer Flutwelle von unglaublichen Ausmaßen verwüstet. "Es muß eine Katastrophe gewesen sein", sagt Golombek. Er fügte die Überlegung an, wie dieses Naturereignis auf der Erde gewirkt hätte. "es wäre so gewesen, als hätte sich das gesamte Wasservolumen der Großen Seen auf den Weg zum Golf von Mexiko gemächt hätte und dabei innerhalb von zwei Wochen einen Canyon hinterlasen hätte, der 60 Meilen (1 Meile=ca. 1.6 Kilometer) breit und 1,5 Meilen tief gewesen wäre."