Auszug aus einem Artikel des amerikanischen Nachrichtensenders ABC-news :
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Die Suche nach Leben auf unserem roten Nachbarplaneten |
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Der Pathfinder mit seinen empfindlichen Instrumenten an Bord wird so hart auf die Oberfläche des Mars stoßen, daß er zunächst so hoch wie ein vierstöckiges Haus abprallen wird bevor er auf dem staubigen Marsboden zu stehen kommt.
Die wichtigste Frage überhaupt ist, ob da oben gegenwärtig Leben ist oder jemals war. "Pathfinder alleine wird diese Frage nicht beantworten können", sagt Golombek, der Chefwissenschaftler des Projekts. Er glaubt zwar, daß Pathfinder viele neue Aufschlüsse ermöglicht, das Gerät sei aber nicht in der Lage, nach kleinen Fossilien zu suchen. Solche waren aber in Meteoritengestein vom Mars entdeckt worden, welches Wissenschaftler in der Antarktik gefunden hatten. Der Fund bewog sie zu der Annahme, primitives Leben habe auf dem Roten Planenten existiert. Doch Pathfinder wird versuchen zu klären, ob die für solches Leben notwendigen Bedingungen überhaupt vorhanden waren.
Sonnenuntergang auf dem Mars
"Das ist nätürlich der entscheidende Aspekt für die Frage, ob Leben überhaupt hat beginnen können", so Golombek. "Wasser ist für jede Form des Lebens absolut entscheidend". Wasser existiert auch heute auf dem Mars, entweder in Form von Dampf oder unterirdischen Eises. Viele Wissenschaftler glauben, daß der Planet in seinen frühen Tagen - sagen wir vor 3.5 Milliarden Jahren - viel wärmer war und daß sich überall Wasser befand. Die Frage nach Leben bleibt dennoch, da Wasser in flüssiger Form für zumindest kurze zusammenhängende Zeitabschnitte vorhanden sein muß, damit sich Leben entwickeln kann. Was diese kurzen Perioden angeht gibt es keine Zweifel mehr. Pathfinder wird im Ares Vallis landen. Dieses Gebiet wurde mit einem Mal von einer Flutwelle von unglaublichen Ausmaßen verwüstet. "Es muß eine Katastrophe gewesen sein", sagt Golombek. Er fügte die Überlegung an, wie dieses Naturereignis auf der Erde gewirkt hätte. "es wäre so gewesen, als hätte sich das gesamte Wasservolumen der Großen Seen auf den Weg zum Golf von Mexiko gemächt hätte und dabei innerhalb von zwei Wochen einen Canyon hinterlasen hätte, der 60 Meilen (1 Meile=ca. 1.6 Kilometer) breit und 1,5 Meilen tief gewesen wäre." |