Sprengung des Kamin C des Kraftwerks Goldenberg

 

400 t Stahlbeton werden durch die Sprengung zum Einsturz gebracht.


Am Dienstag, 03.06.1997, 14.00 Uhr, wurde der Kamin C
der Vorschaltanlage des Kraftwerkes Goldenberg gesprengt.
Damit verliert das Kraftwerk und die Stadt Hürth ein Wahrzeichen.


Das KW als es noch aktiv war


Seit der ersten Inbetriebnahme am 22.10.1951 bis zur Stillsetzung der Gesamtanlage am 31.03.1993 hat die Anlage Strom, nicht nur für die Region Köln, sondern auch für das europäische Verbundnetz geliefert. Etwa 125 Milliarden Kilowattstunden Strom wurden erzeugt.
Das entspricht etwa der gesamten Jahresstromerzeugung der RWE Energie AG oder würde ausreichen, den Strombedarf der Stadt Köln für ein viertel Jahrhundert zu decken. 226 Millionen Tonnen Rohbraunkohle wurden in dieser Zeit verfeuert. Das entspricht der 2,2-fachen jährlichen Braunkohlenfördermenge im Rheinland. 160 000 Züge mit einer Gesamtlänge von ca. 30 000 Kilometer waren nötig, um diese Kohlenmenge zu transportieren.

1998, nach zwei Jahren Abbruchzeit, werden 700 000 Kubikmeter umbauter Raum (1,7 mal Kölner Dom) abgetragen und entsorgt sein. Die Fläche wird für eine neue industrielle Nutzung benötigt.



Der Kamin fällt: Phase 1 Der Kamin fällt: Phase 2

Der Kamin fällt: Phase 3 Der Kamin fällt: Phase 4
Der Kamin fällt: Phase 5 Der Kamin fällt: Phase 6
Der Kamin fällt: Phase 7 Der Kamin fällt: Phase 8

Fotos: Gerhard Zerbes

Der Schornstein stand auf der 34,00 m hohen Schwerbaudecke. Die Abstützung des Kamins erfolgte über 6 Stahlbetonstützen, Höhe ca. 5,50 m, Abmessung L x B = ca. 0,75m x 0,75 m.

Die Gesamthöhe des Kamins über Geländehöhe betrug 76,00 m.

Der Kamin wurde in die nördliche Richtung zum Einsturz durch Sprengung von 3 Stück Stahlbetonstützen gebracht. Hierzu wurden je Stütze 6 Sprenglöcher angebracht. Die hierzu erforderliche Sprengstoffmenge betrug gesamt 4,70kg.

Der verwendete Sprengstoff war Ammon-Gelit 2.

Das Gesamtgewicht des Kamins betrug ca. 400 Tonnen Stahlbeton.



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